Zahlreiche Bersenbrücker Kolpinger geehrt

Im Rahmen des Kolpinggedenktages wurden langjährige Mitglieder der Bersenbrücker Kolpingsfamilie ausgezeichnet. Für 65jährie Mitgliedschaft im Kolpingwerk ehrten kommissarische Vorsitzende Marion Grafe, der Verantwortliche für Seniorenarbeit Ewald Webering und die geistliche Begleiterin Ursula Mecklenfeld Kolpingbruder Alois Krone mit einer Ehrennadel und einer Urkunde. Auf 60 Jahre Treue zum Kolpingwerk zurückblicken können Gerhard Markus und Alois Thye-Moormann.  Seit 25 Jahren gehören dem Kolpingwerk Heinz Brockmann, Reinhold Grafe, Reinhold Grewing, Hans-Wilhelm Heuer, Bernhard Hockmann, Jürgen Holthaus, Klaus Kamlage, Winfried Karrasch, Josef Kessens, Franz Kruse, Leonhard Kröger, Andrea Lahrmann, Reinhard Lampe, Franz-Josef Macke, Robert Meyer, Alfons Möller, Alois Möller, Jürgen Rauf, Reinhard Schröder und Wolfgang Schulte an. Neu aufgenommen wurden neun Jugendliche und drei Erwachsene. Im Rahmen der Veranstaltung wurde den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Simon Haslöwer, Benita Kamlage, Andreas Küthe und Kerstin Nees sowie den langjährigen Banner- bzw. Fahnenträgern Karl-Heinz Diersing und Christian Weirauch für ihre Arbeit gedankt. Abschließend wies Marion Grafe auf einige Veranstaltungen hin, wie das Adventskegeln am kommenden Sonntag, 11.Dezember, ab 18.30 Uhr auf der Kegelbahn des Gasthauses Mölders. Im nächsten Jahr führt die Kolpingsfamilie eine Fahrt vom 3. bis 6.Mai nach Prag durch. Der erfahrene Reisemanager Hans-Werner Kotte hat wieder eine interessante Fahrt ausgearbeitet und nimmt ab sofort Anmeldungen unter 05439/1742, an und gibt auch bei Bedarf weitere Informationen.

Arbeiten am Schmelztiegel der Weltreligionen

Hendrik Reinke berichtete über Volontariat in einem israelischen Kinderheim

Arbeiten am Schmelztiegel der Weltreligionen. Foto R.Rehkamp.1

Während des Kolpinggedenktages der Kolpingsfamilie Bersenbrück berichtete Hendrik Reinke über sein sechsmonatiges Volontariat im St. Vincent Kinderheim für geistig und körperlich behinderte Kinder in der Nähe von Jerusalem. Nach einer Studienreise hatte er Interesse daran gefunden, in einem Land zu arbeiten, das so spannungsvoll, kontrastreich, wunderschön, bizarr und konfliktbeladen ist. Zunächst ging er auf die Geschichte des Landes Israel ein, ohne die die heutige Situation nicht zu verstehen ist. Seinen Schwerpunkt der Berichterstattung legte er aber über die Arbeit und seine Erfahrungen in dem Kinderheim. Abschließend ging er auf die Besonderheiten der Arbeit in der Stadt mit den drei großen Weltreligionen ein. Dabei legte er dar, was diese Stadt so besonders und spannend macht, in ihr zu arbeiten, aber auch aus ihr zu flüchten. Das Land Israel hat eine Größe von Hessen, wovon große Teile des Landes nicht bewohnbar sind. Israel hat 7,8 Millionen Einwohner, wovon 80% jüdisch sind. Der große Rest sind israelische Araber, die vor allen Dingen im Norden des Landes leben. In den Autonomiegebieten leben nochmals vier Millionen Menschen. Kennzeichen der 3200 jährigen Geschichte des Volkes Israel ist, dass es über das gelobte Land nur 100 Jahre herrscht. Das Leben des jüdischen Volkes ist daher geprägt von Fremdherrschaft. Die lange muslimische Herrschaft hat das Land entsprechend geprägt. Dabei wurde Jerusalem als Ausgangspunkt des Himmelritts des Propheten Mohammed auf seinem Pferd Burak zur dritt heiligsten Stadt im Islam neben Mekka und Medina. Das St Vincent Kinderheim ist ein von christlichen Schwestern des französischen Vincentinerinnenorden geleitetes Kinderheim.

Rund 60 Kinder mit teils schweren geistigen und körperlichen Behinderungen leben dort. Sie stammen aus Familien, die allen drei großen Religionen angehören. Auch das Team des Heims besteht aus überwiegend arabischen Pflegern, den christlichen Schwestern, jüdischen Therapeuten und Pädagogen sowie den 10 internationalen Volontären. Direkt neben dem Heim befindet sich eine israelische, staatliche Förderschule für die Kinder. Neben allen Konflikten, Reibungspunkten und Problemen, die es im Land gibt, gibt es immer noch Beispiele, die zeigen, dass pragmatische Lösungen und Kooperationen auch trotz aller Ressentiments der Bevölkerungsgruppen möglich sind. “Trotz der ganzen Spannungen im Land, und das ist das faszinierende, man kommt irgendwie miteinander klar und es funktioniert auch irgendwie”, hob der Referent hervor. Die Aufgabe der Volontäre ist die Betreuung eines Kinderraums, in dem bis zu vier Kinder versorgt, gepflegt und beschäftigt werden müssen. Hendrik Reinke war für die kleine Nour (Foto rechts) und drei Jungen verantwortlich. Es war eine sehr anstrengende Arbeit, die aber auch viel zurückgibt. So habe er auch positive Entwicklungen bei den Kindern feststellen können. Diese wahrzunehmen habe er sehr gelernt in diesen sechs Monaten. Ein Gewinn war auch für ihn der Austausch mit so vielen anderen Volontären, die aus den USA, Frankreich, Schweiz, Österreich, Polen, Niederlande und Deutschland kamen. Schließlich hat nicht jeder so eine Internationalität so eine lange Zeit vor Augen und kann angeregt die Blickpunkte austauschen. Ein besonderes Erlebnis für ihn war Weihnachten in Bethlehem. “Ich hoffe, einen kleinen Eppeteiser für dieses fantastische Land gegeben zu haben”, sagte Hendrik Reinke zum Abschluss seines Berichtes, der viel Anklang bei den Kolpingern fand. Aus diesem Grunde erhielt er eine Spende von der Kolpingsfamilie für die Arbeit im Kinderheim, die er im Frühjahr nächsten Jahres bei seinem erneuten Besuch in Jerusalem mitnehmen wird. 

Arbeiten am Schmelztiegel der Weltreligionen. Foto privat.2

Veranstaltungskalender 2012 ist ein unverzichtbarer Terminplaner für die Stadt

Kolpingveranstaltungskalender 2012.Foto R.Rehkamp

Die 18.Ausgabe des „Kolpingkalenders“ ist rechtzeitig zum Bersenbrücker Weihnachtsmarkt fertig geworden. Die ersten druckfrischen Exemplare erhielt Bersenbrücks Bürgermeister Harald Kräuter im Rathaus vom Redaktionsteam Peter Ackmann, Manfred Kalmlage und Andreas Küthe, zu dem auch noch Marion Grafe gehört. Im Kalender sind über 400 Termineinträge aufgeführt. Dazu kommen Namenstage, Veranstaltungen, Sportereignisse und Events. Trotz der vielen vorhandenen Einträge ist aber dennoch Platz genug für private Einträge aus der Familie, aus Hobby und Beruf. „Für Terminüberschneidungen sind wir nicht verantwortlich“, hieß es vom Redaktionsteam bei der Vorstellung. „Einige konnten wir im Vorfeld ausgleichen, andere eben nicht, denn das Jahr 2012 hat nur 366 Tage“. In dem Veranstaltungskalender sind die Termine eingetragen, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Stadt prägen. Der Kalender ist wieder einmal ein Ausdruck und eine Dokumentation ehrenamtlichen Engagements. „Auf dem ersten Blick könnte man glauben, wenn Bersenbrück so zwei Kalender herausgibt, zum einen den Heimatvereinskalender und zum anderen den Kolpingkalender, dann schafft sich die Stadt Konkurrenz“, meinte der Bürgermeister bei der Übergabe.

Harald Kräuter sieht dies jedoch nicht so, sondern vertritt nicht nur alleine die Ansicht, dass sich beide Kalender in ganz hervorragender Art und Weise ergänzen. Während der Heimatkalender ein Stück Zeitgeschichte wiederspiegelt und nostalgische Gedanken bei der Betrachtung der alten Fotos hochkommen lässt, ist der Kolpingkalender so ausgelegt, dass er sich exakt auf das kommende Jahr bezieht. Der Kolpingkalender ist mehr ein Organisation- und Terminplan. Er ist nicht nur für die Privatleute geeignet, sondern ist auch eine wichtige Orientierungshilfe für die Aufstellung des Sitzungskalenders von Stadt und Samtgemeinde Bersenbrück. „Außenstehende können sich gar nicht vorstellen, wie viel Sisyphusarbeit darin steckt. Es sei viel Feinarbeit notwendig, die bis zum letzten Tag notwendig ist. Langjährige Erfahrung habe auch dieses Jahr wieder dazu beigetragen, dass der Kalender ein gelungenes Werk geworden ist“, meinte der Bürgermeister abschließend. Für 2,50 Euro gibt es den Kalender in den Buchhandlungen, in den Apotheken und bei den Vorstandsmitgliedern.

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Kolpinggedenktag Bersenbrück.Foto R.Rehkamp
Kolping Maigang 2012.Foto R.Rehkamp (1)

Ziel des Maiganges oder der Maitour, es war mehr eine Fahrradtour, der Kolpingsfamilie Bersenbrück war in diesem Jahr die Firma H & B Lackierwerk Bersenbrück GmbH & Co KG im Bersenbrücker Gewerbegebiet. Die Fahrradtour führte zunächst durch die Hemke an der Hasemühle entlang und vorbei am Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Über die Straßen Wasserkamp und Krekenkamp führte die Tour dann über die Max-Planck-Straße zur Firma H & B. Vor dem Firmengelände wurden die 45 Kolpinger vom Geschäftsführer Martin Hülsmann, selber Kolpinger bei der Kolpingsfamilie Haste in Osnabrück, empfangen. Seit dreieinhalb Jahren arbeitet er nun zusammen mit der Spritzgussfirma von Siegfried Borgmann zusammen.

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Zunächst erhielten die Kolpinger einen Einblick in die Kunststoffteile-Fertigung der Firma Borgmann. So konnte beim Gang durch die Hallen zum Beispiel die Produktionskette von einer Stecker Verbindung für einen Airbag verfolgt werden, die dann zum Beispiel für einen BMW bestimmt ist. Denn der Hauptkundenbereich stammt aus der Automobilbrache, wobei alle bedeutenden Automobilmarken vertreten sind. Um auf Wirtschaftskrisen in der Automobilindustrie besser reagieren zu können, gibt es ernsthafte Bemühungen der Firma sich unabhängiger davon zu machen. Der Vorteil der Firma H & B besteht darin, dass dem Kunden fertige Bauteile geliefert werden können, da die gefertigten Bauteile gleich nebenan lackiert werden. Die Werbeaussage “… perfekte Oberflächen durch professionelle Lackierung” steht obenan im Firmenleitbild des Lackierwerkes von “H & B”.

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Kolping Maigang 2012.Foto R.Rehkamp (16)

Es gibt viele Arbeitsprozesse, für die kein großes Fachwissen notwendig ist. Das eigentliche Problem ist aber, was vielfach verkannt wird, dass die Mitarbeiter/innen hochgradig konzentriert sein müssen über acht Stunden, damit sie bei der Kontrolle der gespritzten Artikel keinen “Pickel” übersehen. Die Kontrolleure entscheiden letztendlich, ob die Qualität aus Bersenbrück gut ist und nicht nur die Maschinen”, sagte Hülsmann. Aussortierte Waren würden oft nach China verschifft, dort zerfräst, um anschließend zum Beispiel wieder daraus Pullover herzustellen, die dann hier wieder als Fließpullover in den Handel zu gelangen.

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Nach der Besichtigung machten die Kolpinger noch einen Stopp am Wegekreuz Wedemeyer, um eine kurze von Ulla Mecklenfeld vorbereitete Maiandacht zu halten. Zum Abschluss wurde dann beim Pfarrheim gegrillt. Ein Dankschön der Kolpingjugend, die das Grillen übernommen hatte.

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Kolpingsfamilie Bersenbrück